Medical Didgeridoo

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Didgeridoo zu spielen macht
grossen Spass und hat nachweislich verschiedenste
positive Effekte auf die Gesundheit. Kurz und gut:

Didgeridoo-Spielen ist die Atemtherapie für alle,
denen nur bewusst zu atmen zu langweilig ist.

Das Didgeridoo

Das Didgeridoo ist das Instrument der australischen Ureinwohner. Traditionell wird dieses faszinierende Instrument aus einem von Termiten ausgehöhlten Stamm lokaler Eukalyptusarten gebaut. Augrund der Klangeigenschaften und der speziellen Spieltechnik (Zirkularatmung) ist das Didgeridoo nicht nur ein Musikinstrument sondern auch ein vielseitig einsetzbares Therapieinstrument. Ja, Didigeridoo-Spielen ist eine einfach zu erlernende Therapie-Form, die sehr viel Spass macht.

Bei folgenden Beschwerden kann das Didgeridoo-Spielen nachweislich eine positive Wirkung haben:

Schnarchen und obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS)

Bereits im Jahr 2005 haben Forscher der Universität Zürich und der Zürcher Höhenklinik herausgefunden, dass Didgeridoo-Spielen gegen Schnarchen und das obstruktive Schlafapnoesydrom hilft1). Aufgrund der speziellen Atemtechnik (Zirkularatmung) werden die Muskeln der oberen Atemwege trainiert. Bei Schlafapnoe-Patienten sind diese Muskeln schwächer ausgebildet resp. erschlafft und verursachen daher die nächtlichen Atemaussetzer.

An der Uni Zürich wurden bereits mehr als 1’500 Betroffene durch das Praktizieren der Zirkularatmung unter wissenschaftlicher Aufsicht erfolgreich behandelt. Die Erfolgsquote liegt bei über 70 Prozent und dies absolut ohne Nebenwirkungen.

Während den ersten zwei bis sechs Monaten empfiehlt sich ein tägliches Üben von rund 20 Minuten. Anschliessend reicht ein einmal wöchentliches Üben von ca. 30 Minuten.

Zystische Fibrose

Download Pilotstudie:
Didgeridoospielen als Ergaenzung zur konventionellen PT bei CF [PDF]

In einer klinischen Pilotstudie wurde nachgewiesen, dass das Didgeridoo-Spielen zusätzlich zur Physiotherapie bei Kindern mit zystischer Fibrose die Lungenfunktion signifikant verbessert. Das Didgeridoo-Spiel weist zudem bei den Kindern, im Gegensatz zur Physiotherapie, eine sehr hohe Akzeptanz auf.

Grafik_ZF_Einsekundenkap.
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Diese Grafiken wurden aus darstellerischen Gründen nachgezeichnet.
Die hier gezeigten Werte stammen aus der Pilotstudie Didgeridoospielen als Ergänzung zur konventionellen Physiotherapie bei zystischer Fibrose.

Der positive Effekt des Didgeridoo-Spielens wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt. So wird durch das Training der Atemmuskulatur eine Verbesserung der Atemmechanik und Motorik des oberen Atemwege erreicht. Zudem fördern die beim Didgeridoo-Spiel entstehenden Vibrationen, welche auf die unteren Atemwege und den Thorax fortgeleitet werden, und der positive expiratorische Druck die Sekretmobilisation.

Zur Vermeidung von Keimübertragungen empfiehlt es sich gerade bei Menschen mit zystischer Fibrose auf einem persönlichen, einfach zu reinigenden Kunststoffrohr zu spielen. diese können bei BORN TO BE FREE erworben werden.

Gruppen-Workshops sind für Menschen mit zystischer Fibrose nicht geeignet. In diesem Fall empfehlen wir Einzelunterricht.

Asthma

Früher wurde Asthmapatienten geraten, jede Anstrengung zu meiden. Mittlerweile weiss man, dass es für Asthmapatienten durchaus hilfreich sein kann, die Atemmuskulatur zu trainieren. Studien haben gezeigt, dass das Didgeridoo-Spiel die Lungenfunktion signifikant verbessern kann2). Bei an Asthma erkrankten Kindern, die Blasinstrumente spielen, konnte zudem nachgewiesen werden, dass sich seltener eine Verschlechterung des Krankheitsbildes zeigt.

Auch bei gesunden Probanden konnte durch das Spielen von Blasinstrumenten eine Verbesserung der Lungenfunktion gezeigt werden3)

Hoher Blutdruck, Stress, schwaches Immunsystem etc.

Wenn wir einatmen, schlägt unser Herz natürlicherweise schneller. Atmen wir aus, schlägt es langsamer. Ein bewusstes Verlängern der Ausatem-Phase beruhigt daher den Herzschlag und bringt uns nachweislich zur Ruhe. In der Meditation und im Yoga werden genau aus diesem Grund verschiedene Atemtechniken mit langen Ausatem-Phasen praktiziert. Bei der Zirkularatmung wird in der Regel kurz und kräftig durch die Nase eingeatmet. Die Erzeugung des Tones wird durch das Vibrieren der Lippen beim Ausatmen erzeugt. Ein geübter Didgeridoo-Spieler kann den Ton sehr lange halten und dehnt daher die Ausatem-Phase deutlich in die Länge.

Didgeridoo-Spielen kann daher ähnliche positive Effekte aufweisen wie die Meditation:

  • Senkung des Blutdruckes
  • Stärkung des Immunsystems
  • Abbau von Stresshormonen
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Schmerzlinderung
  • Emotionale Stabilität
  • v.m.

Didgeridoo-Spielen ist die «Meditationsform» für all jene, denen «nur» zu meditieren zu langweilig ist.

Angebot

Wir bieten Gruppen-Workshops zum Erlernen des Didgeridoo-Spielens an. Diese dauern in der Regel 3 Stunden. Auch Einzelunterreicht ist auf Anfrage möglich. Ein Instrument kann für die Dauer des Workshops ausgeliehen werden. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Bereitschaft, sich auf dieses wunderbare und einfach zu erlernende Instrument einzulassen, reicht vollkommen aus.

Du wirst sehen: Didgeridoo-Spielen verbessert nicht nur Deine Lebensqualität sondern es macht auch mächtig viel Spass!

«Als Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten kann ich Didgeridoo-Spielen als nachweislich wirksame Therapie-Form gegen das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) empfehlen.
Stefan Sidler ist ein erfahrener Didgeridoo-Spieler, der es versteht, die Zirkularatmung auf einfache, leicht verständliche Weise zu vermitteln. Zudem ist seine Begeisterung für das Didgeridoo hochgradig ansteckend.»
 – Dr. med. Mathias Henseler | hno-praxis.ch
Lungezuerich
BORN TO BE FREE ist offizieller Partner der LUNGE ZÜRICH
und bietet für diese regelmässig Didgeridoo-Kurse für Anfänger an.
Quellenangaben

1) Puhan MA, Suarez A, Lo Cascio C, Zahn A, Heiz M, Braendli O 2006.
Didgeridoo playing as alternative treatment for obstructive sleep apnoe syndrome: randomised controlled trial. BMJ 332 (7536): 266-70

2) Eley R, gormann D. 2010. Didgeridoo playing and singing to support asthma managment in Aboriginal Australians. J Rural Health 26, 1: 100-4

3) Zuskin E, Mustajbegovic J, Schachter EN, Kern J, Vitale K, Pucarin-Cvetkovic J, Chiarelli A, Milosevic M. Jelinic JD. 2009.
Respiratory function in wind instrument players. Med Lav 100, 2: 133-41