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Möglicher Transformationsprozess

Es gibt verschiedenste Ansätze wie ein transformatives Coaching, eine (Hypnose-)Therapie aufgebaut sein kann. Da die ersten Hypno-Meditationen dieses Jahres nach einem Ablauf strukturiert sind, wie auch eine (Hypnose-)Therapie ablaufen könnte, gehe ich in diesem Blog-Beitrag auf die verschiedenen Schritte dieser Coaching-/Therapie-Methode ein.

 

Lass uns also durch die verschiedenen Schritte gehen:

 

  1. BEWUSSTWERDUNG

 

Der erste Schritt erfolgt in der Regel bevor es mit einem Kunden zum ersten Kontakt kommt: Man muss sich bewusst werden, dass man ein unerwünschtes Wahrnehmen, Denken, Fühlen und/oder Verhalten verändern möchte. Dabei ist es besonders wichtig, dass man diese Veränderung wirklich selber will. Wenn man ein Coaching, eine Therapie nur beginnt, weil man von aussen dazu motiviert wird, z.B. durch den/die Lebenspartner/in, ist dies nicht die beste Voraussetzung für eine tiefgehende Transformation.

 

 

  1. VORBEREITUNG

 

2.1 Genaue Definition von dem, was man nicht mehr will (weg von)

 

Je genauer ich mir bewusst bin, von was ich mich befreien möchte, um so gezielter kann ich an meiner Befreiung arbeiten. Dabei kann man sich beispielsweise Fragen stellen wie:

 

  • Von was will ich mich wirklich befreien?
  • Was ist der Auslöser dieses unerwünschten Wahrnehmens, Denkens, Fühlens und/oder Verhaltens? Wenn ich was sehe, wenn ich was höre, wenn ich was fühle (auf der Haut), wenn ich was rieche, wenn ich was schmecke, wird dieses unerwünschte Wahrnehmen, Denken, Fühlen und/oder Verhalten ausgelöst?
  • Welche unerwünschte Emotion fühle ich dann?
  • Wie fühlt sich diese Emotion für mich körperlich an? Wo kann ich diese Emotion körperlich spüren.
  • Wenn ich dieses Fühlen mit einem Bild beschreiben müsste, mit welchem Bild würde ich das machen?

 

 

2.2 Genaue Definition des Zieles (hin zu)

Nur wer sein Ziel kennt findet den Weg (Laotse). Zu wissen, was ich genau erreichen will, ist für den Erfolg sehr wichtig. Die Beantwortung folgender Fragen, kann diesbezüglich mehr Klarheit bringen:

 

  • Wo will ich wirklich hin?
  • Welche Vorteile habe ich, wenn ich mein Ziel erreicht habe?
  • Was mache ich (anders), wenn ich mein Ziel erreicht habe?
  • Wie stelle ich fest, dass ich an meinem Ziel angelangt bin?
  • Wie fühle ich mich, wenn ich mein Ziel erreicht habe?
  • Wie fühlt sich das für mich körperlich an, wenn ich an meinem Ziel angelangt bin?
  • Wenn ich dieses Gefühl mit einem Bild beschreiben müsste, welches Bild beschreibt diesen Zustand am Besten?

 

 

2.3 Was wird mir (und anderen) fehlen, wenn ich mein Ziel erreicht habe?

 

Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch für etwas gut ist. Das gilt nicht nur bei Krankheiten (Krankheitsgewinne), sondern auch für jedes unerwünschte Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Verhalten. Eine Transformation wird wesentlich vereinfacht, wenn ich mir bewusst bin, was ich allenfalls durch diese Transformation verliere. Man unterscheidet folgende drei Gewinne:

 

Primärer Gewinn: Beim primären Gewinn erlangt man einen direkten Nutzen aus dem unerwünschten Wahrnehmen, Denken, Fühlen und/oder Verhalten. So kann beispielsweise daraus etwas vermieden werden (wenn ich so reagiere, muss ich nicht…) In der Regel geschieht dies unbewusst.

 

Sekundärer Gewinn: Beim Sekundären Gewinn erlangt die betroffene Person zusätzlich zu den bereits bestehenden Vorteilen weitere Vorteile wie vermehrte Aufmerksamkeit und Mitgefühl des Umfeldes.

 

Tertiärer Gewinn: Beim tertiären Gewinn handelt es sich um Vorteile, die das Umfeld aus dieser Situation zieht. So kann diese Situation jemandem das Gefühl geben, dass sie gebraucht wird, oder jemand anders wird sogar von einer Arbeit befreit, die aufgrund der Unterstützung, die sie gibt nicht mehr ausgeübt werden kann. Auch finanzielle Vorteile für das Umfeld können zu einem tertiären Gewinn gehören.

 

 

2.4 Bewusster Entscheid

Nachdem jetzt genau definiert wurde, was erreicht werden soll und welche Vor- und Nachteile aus dem Erreichen des Zieles resultieren, gilt es bewusst zu entscheiden, diesen Transformationsprozess konsequent und überzeugt anzugehen.

Manchmal kann es wirklich hilfreich sein, dass man mit sich selber einen schriftlichen Vertrag abschliesst und sich so noch mehr verpflichtet, diesen Weg konsequent zu gehen.

Diese Schritte (2.1 bis 2.4) erfolgen in der Regel im Rahmen eines Vorgespräches.

 

 

  1. HEILUNG/BEFREIUNG

 

Nun gilt es den Weg der Heilung resp. Befreiung zu gehen. Ich spreche diesbezüglich lieber von Befreiung als von Heilung, denn «BORN TO BE FREE» ist eigentlich nicht ganz richtig. Es sollte heissen: «BORN TO BECOME FREE», denn wir sind abhängig geboren. Ohne unsere Eltern, ohne unser Umfeld hätten wir keine Chance gehabt, zu überleben. Genau aus dieser Abhängigkeit resultieren viele Prägungen, die uns heute das Leben «schwer» oder zumindest schwerer als notwendig machen.

 

3.1 Heilung des «inneren Kindes»

Ich beginne den Weg der Befreiung in der Regel mit der Heilung des «inneren Kindes». Das innere Kind ist der kindliche Anteil in uns, der durch Erfahrungen aus der Kindheit (ca. ersten 12 Lebensjahre) geprägt wird. Dieser Teil lebt in uns weiter, auch wenn wir erwachsen sind. In einem späteren Beitrag gehe ich detaillierter auf das «innere Kind» ein.

 

3.2 Vergeben, frei geben

Wir alle haben schon Menschen durch unser Verhalten verletzt und wir alle wurden auch schon durch andere Menschen verletzt. Gerade wenn wir uns in der Kindheit (ca. ersten 12 Lebensjahre) in gewissen Situationen ev. häufiger abgelehnt, alleine gelassen, ungeliebt, unverstanden, nicht akzeptiert, ungerecht behandelt etc. gefühlt haben, kann dies zu Prägungen geführt haben, die zu einem unerwünschten Wahrnehmen, Denken, Fühlen und/oder Verhalten geführt haben.

 

Diesen Menschen zu verzeihen, sie frei zu geben, kann ein wichtiger Schritt sein, um selber frei zu werden. Dabei ist jedoch wichtig zu verstehen, dass «Verzeihen/frei geben» nicht gleichbedeutend ist mit: Es ist OK, was Du gemacht hast. Verzeihen, frei geben bedeutet lediglich, dass wir (liebevoll) anerkennen, dass diese Person(en) sich aufgrund ihrer Prägungen in dieser Situation nicht anders verhalten konnte.

 

Ab diesem Punkt bin ich frei, mich aus der «Opferrolle» zu befreien und für meinen weiteren Weg selber die volle Verantwortung zu übernehmen.

 

3.3 Sich selber verzeihen, frei sein

 

Dieser Punkt geht häufig vergessen. Hier geht es nicht in erster Linie darum, uns zu verzeihen, dass wir selber auch andere Menschen verletzt haben, sondern uns selber zu verzeihen, dass wir uns unser Leben so lange unnötig schwer gemacht haben (aufgrund der Prägungen, die wir erhalten hatten). Sich selber zu verzeihen ist ein echter Akt der Selbstliebe.

 

3.4 Frei sein

 

Nachdem nun schon viele Schritte der Befreiung gegangen wurden, gilt es nun die «innere Stärke» und «innere Freiheit» zu kultivieren, um wirklich frei zu sein, seinen eigenen Weg mutig zu gehen.

 

 

Ergänzungen

 

Selbstverständlich verläuft dieser Prozess nicht immer «reibungslos» und es kann sein, dass beispielsweise das «Vergeben» eventuell in einem ersten Schritt nicht funktioniert. Auch die Heilung des «inneren Kindes» ist manchmal ein Prozess, vielleicht sogar ein lebenslanger Prozess.

 

Und trotzdem ist es möglich, dass sich auf einmal ganz viel (auf)lösen kann und schon mit wenig «Aufwand» substanzielle Veränderungen erreicht werden können.

 

Dieser Coaching-/Therapieprozess ersetzt auch auf keinen Fall eine notwendige ärztliche Behandlung. Er kann aber eine ärztliche Behandlung masseblich unterstützen.

 

Zögere nicht, mich bei Fragen zu diesen Erläuterungen zu kontaktieren.

 

 

Herzlichst

STEFAN SIDLER

Gründer und Inhaber von BORN TO BE FREE

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