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Meditation bald Pflichtfach?


Roger Stutz – mit buddhistischem Namen Shi Xi Long – ist der Leiter des Shaolin Chan Tempels Luzern – Schweiz. Auf der Website des Shaolin Tempels hat er kürzlich einen Beitrag zum Thema “Meditation ist in vielen Ländern schon Pflichtfach – in der Schweiz bald auch?” verfasst. Diesen Artikel gebe ich hier in leicht abgeänderter Form mit freundlicher Genehmigung von Roger Stutz wieder:

Verschiedene Medien wie BBC, CNN und weitere Grossmedien berichteten im vergangenen Jahr, dass Meditation (Achtsamkeit) als Schulfach Bestandteil des Lehrplanes oder als Alternative zum regulären Nachsitzen in vielen Ländern schon an der Tagesordnung ist.

Meditation hilft dabei, seine Emotionen besser erkennen, einordnen und regulieren zu können. Sie reduziert Stress und lehrt uns, mit herausfordernden Situationen besser umgehen zu können.

Mittlerweile gibt es zahlreiche wissenschaftliche Befunde, welche darauf hindeuten, dass sie ebenfalls bei Depressionen, Angststörungen, chronischen Schmerzen bis hin zu Suchtverhalten helfen kann.

Meditation als Schulfach kann dazu beitragen, die Kreativität, das Selbstvertrauen und die Zufriedenheit der Schüler zu steigern. Weiter können Konzentrationsstörungen und Lernstörungssymptome verringert, gleichzeitig die Gehirnleistung gesteigert werden. Achtsamkeit und Empathie fördern das Denken und Handeln und durch Meditation könnten Mobbing Fälle, Aggressivität und gewalttätiges Verhalten an Schulen gesenkt werden.

Hinkt die Schweiz nach?

Bisher wird Meditation an Schweizer Schulen nicht unterrichtet. Dominik Pfyffer vom Shaolin Chan Tempel Schweiz bemerkt jedoch ein wachsendes Interesse.

Die Luzerner Lehrerin, Aline Rudolph, tätigt zusammen mit einem Meditationslehrer vom Shaolin Chan Tempel Schweiz erste Schritte Richtung Meditation an Schulen. So meditierte Shi Xing Long (Roger Stutz) mit SchülerInnen und LehrerInnen im Schulhaus Unterlöchli, Luzern.

Unterrichtet wurden dabei drei einfache Achtsamkeits- und Empathiemeditationen. Dazu gehörte etwa die Konzentration auf den Atem, wie auch die Bergmeditation. Bei dieser beschäftigt man sich mit Körper, Rede und Geist. Dies bedeutet, dass wir den ganzen Tag Handlungen und Aktivitäten mit unserem Körper, unserer Sprache und unserem Denken tätigen. Wenn wir etwa darauf achten, dass wir diese positiv und wohlwollend für uns und unsere Mitmenschen einsetzen, so sind wir alle zufriedener.

Und dies soll erst der Start sein!

Shi Xing Long möchte dass Meditation an Schulen, noch mehr gefördert wird. Erste Ideen und Konzepte sind in der Ausarbeitung. Zu wichtig sei ein gesundes und zufriedenes Innenleben für die zukünftigen Erwachsenen dieser Welt.

In unserem Schulsystem werden wir in allem möglichen ausgebildet, aber nicht im Glücklichsein. Dabei bietet gerade die Meditation den Schlüssel um mit Stress, Versagensängsten, Leistungsdruck, und Erwartungshaltungen umzugehen.

Meditation als Schulfach kann zu einer zufriedenen, selbstbewussten und gütigen Gesellschaft beitragen.

Wir haben die Vision, dass Meditieren zum Alltag gehört wie Zähneputzen. Wir gehen achtsam mit unseren Zähnen um, indem wir sie putzen und pflegen. Genauso achtsam sollten wir mit unserer Psyche umgehen.

Prof. Richard Davidson

Wäre es nicht toll, wenn Kinder bereits in der Schulzeit und nicht erst nach einem Burnout in einer Klinik mit Meditation in Kontakt kommen könnten?

Herzlichst

STEFAN SIDLER

Gründer und Inhaber von BORN TO BE FREE

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